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Ausgangslage & Bedarf

Die „Kriminalstatistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt des BKA 2019“ (S.6) verweist darauf, dass im Jahr 2019 141.792 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Davon waren 114.903 (81,0%) Personen weiblichen und 26.889 (19,0%) Personen männlichen Geschlechts. Die Zahlen bilden nur das Hellfeld ab, das heißt, es werden nur Gewaltbetroffene zahlenmäßig ausgewiesen, die vorwiegend wegen (schwerer) Körperverletzung sowie Bedrohung, Stalking und Nötigung die Polizei hinzugezogen haben. Das Dunkelfeld ist erheblich höher. Damit wird klar, dass über 26.000 gewaltbetroffene Männer* in Deutschland eine nicht mehr zu vernachlässigende Größe darstellen.

Für diesen Bedarf stehen aktuell neun Schutzwohnungen mit 27 Plätzen für gewaltbetroffene Männer* und ggf. deren Kinder zur Verfügung. Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) geht von einem aktuellen Bedarf von bis zu fünf Schutzwohnungen pro Bundesland aus, je nach Einwohnerdichte und Flächenstruktur.