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Impulse für eine innovative Gleichstellungspolitik für das Regierungsprogramm 2021 – 2026

28. Oktober 2021

Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) als „Schaltzentrale“ für die Entwicklung eines Netztes von Männerschutzeinrichtungen hat sich mit gleichstellungspolitischen Herausforderungen für die kommende Legislaturperiode beschäftigt. Daraus abgeleitet, möchten wir mit den nachstehenden Vorschlägen Impulse für eine gleichstellungsorientierte Politik geben.

Die Vorschläge wurden zur Unterstützung der Koalitionsverhandlungen als „Impulse für eine innovative Gleichstellungspolitik für das Regierungsprogramm 2021 – 2026“ an die gegenwärtig verhandelnden Koalitionäre auf Bundesebene gesandt.

Download Gleichstellungspolitische Impulse 2021-26

Wir gehen dabei davon aus, dass unsere Vorschläge im Sinne eines genderreflektierten Dialoges nicht zu Lasten bestehender gleichstellungspolitischer Projekte gehen. Wir hoffen, dass es Ihnen gelingt, ausreichende finanzielle Mittel für die kommende Legislaturperiode bereitzustellen, ohne etablierte Prinzipien des Gender Mainstreaming und Strategien des Gender Budgeting außer Acht zu lassen.

Es bedarf weiterhin engagierter Anstrengungen für bedarfsgerechte Haushaltansätze im Bereich Gleichstellungspolitik. Aus unserer Sicht diese insbesondere für das Hilfenetz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt von großer Bedeutung. Eine leistungsgerechte Vergütung und die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen sind notwendig, um professionelle Fachkräfte der sozialen Arbeit zu gewinnen und zu binden. Nur dann wird es immer besser möglich, Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt jeden Geschlechts adäquate Hilfeangebote zu unterbreiten.

Für eine innovative Gleichstellungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland

  1. Die Koalitionsparteien fördern den bedarfsgerechten Ausbau des Hilfesystems gegen häusliche und sexualisierte Gewalt. Dies umfasst:
  • Förderung und Erweiterung von Kinder- und Frauenschutzeinrichtungen (inklusive einer angeschlossenen Kinder- und Jugendberatung),
  • die Erweiterung des Investitionsrahmens für den Ausbau und die Etablierung von Gewaltschutzeinrichtungen durch eine „Ausstattungsinitiative Männergewalt-schutzeinrichtungen“,
  • die Konzeption und Umsetzung bundesweiter Sensibilisierungsmaßnahmen zur Gewaltbetroffenheit auch von Männern,
  • den bedarfsgerechten Ausbau von Angeboten zur Beratung und Unterstützung von Tätern und Täterinnen im Bereich häusliche und sexualisierte Gewalt, sowie
  • die Förderung von Schutzeinrichtungen auch für Trans- und Interpersonen.
  1. Die Koalitionsparteien erkennen die Bedeutung von vielfältigen Männlichkeiten. Sie fördern Präventionsprojekte, die Männlichkeitsvorstellungen von Jungen und Männern analysieren, mit Jugendlichen und Männern thematisieren und vielfaltspädagogisch bearbeiten. Stereotype Männlichkeit hat starke Bezüge zu selbstgefährdenden, rechtsextremen und demokratiefeindlichen Entwicklungen.
  2. Die Koalitionsparteien entwickeln und fördern Maßnahmen zur Beteiligung von Männern/ Vätern an der Erziehungs-, Care- und Sorgearbeit.
  3. Die Koalitionsparteien unterstützen und fördern Projekte der gendersensiblen Gesundheitsförderung.

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Kontakt: Geschäftsführender Fachreferent Frank Scheinert, eMail


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