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Beratungsstelle für Männer in Oldenburg öffnet wieder

3. November 2020

Start der „Männersache“ ist am Welt-Männertag, dem 3. November

Die Stadt Oldenburg hat entschieden, eine Beratungsstelle für Männer zu finanzieren. Den Auftrag, diese Stelle aufzubauen erhielt der Verein MännerWohnHilfe e.V. mit seinem bewährten Konzept. Innerhalb von vier Monaten ist es den Engagierten gelungen, erfahrene und für diese besondere Arbeit qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Auch geeignete Räume, die zentral gelegen sind, konnten schnell angemietet werden.

Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz freut sich mit den Mitarbeitern des Vereins, dass es gelungen ist, die Unterstützung für die Beratung von Männern in Problemlagen zu aktivieren. Viele kleine Schritte von Aktiven vor Ort helfen nicht nur Männern in Problemlagen, zu denen auch Gewaltbetroffenheit zuhause oder in der Öffentlichkeit zählt, sondern stärken zusätzlich die Wahrnehmung männerpolitische Aktivitäten bundesweit.

Der Verein MännerWohnHilfe e.V. betreibt seit 2002 die bundesweit erste Schutzwohnung für Männer und hat aus diesem Engagement heraus ab 2013 Männer mit Hilfe des Paritätischen Niedersachsen in der ersten Männerberatungsstelle in Oldenburg unterstützt.

Die jetzt erneut öffnende Beratungsstelle liegt in Oldenburg am Pferdemarkt, Donnerschweer Str. 10. Sie ist telefonisch unter 0176/ 21 444 373 zu erreichen. Eine offene Sprechstunde wird mittwochs ab 17:00 Uhr in den geraden Kalenderwochen angeboten. Weitere Informationen sind unter https://www.maennersache-ol.de/ nachzulesen.

Dem Verein ist es wichtig, allen Männern einen niedrigschwelligen Zugang zu Verständnis, Unterstützung und der Entwicklung von Lösungsstrategien zu eröffnen. Dies bedeutet aufgrund der noch relativ geringen Kapazitäten auch, dass im Einverständnis mit den Kunden auf bestehende andere Unterstützungsmöglichkeiten zurückgegriffen wird. Die „Männersache“ ist damit keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten, sondern bietet Männern einen wirksamen und unkomplizierten Zugang zu verschiedenen Bereichen von Unterstützung, Beratung und Therapie.

Wie auch bei dem Angebot der Schutzwohnung arbeitet die Beratungsstelle nach dem Konzept der „Mitmännlichkeit“. Dies zeichnet sich durch eine wohlwollende, empathische Haltung, wie auch traditioneller Formen von Männlichkeit wie Konkurrenz, Konfrontation und Handlungswirksamkeit aus.
Wir sind davon überzeugt, dass es uns genauso wie in den Jahren der ersten Beratungsstelle gelingen wird, Männer zu erreichen, die sich einem breiten Spektrum von Herausforderungen gegenübersehen, bei deren Bewältigung ihnen selbst die bisherigen Kompetenzen nicht ausreichend oder geeignet erscheinen. In einem gemeinsamen Prozess auf Augenhöhe soll beispielsweise nach geeigneten Perspektiven gesucht, die Entwicklung von Handlungsalternativen beschleunigt oder die Folgen unpassender Handlungsmuster aus der Vergangenheit erkannt werden.

Der Meldung zugrunde liegt die Pressemitteilung von Wolfgang Rosenthal, Mitglied des Vereins. Sie kann hier heruntergeladen werden.