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Gewaltschutz für Jungen und Männer ist Teil der Gleichstellungsstrategie

9. Juli 2020

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung vorgestellt, die am 8. Juli im Kabinett beschlossen wurde. Sie beinhaltet mittel- und langfristige Ziele zur Gleichstellung von Männern und Frauen, wie Entgeltgleichheit, gleichberechtigte Karrierechancen oder die Stärkung sozialer Berufe. Gleichzeitig sind auch Gewaltschutz und Massnahmen gegen Sexismus wichtiger Inhalt, da „Gleichstellung nur ohne Gewalt, insbesondere ohne geschlechtsbezogene Gewalt“, möglich sei (S.34).

Der Gewaltschutz berücksichtigt insbesondere Massnahmen zur Verringerung von Gewalt gegen Frauen, doch angesichts von über 26.000 gewaltbetroffenen Personen männlichen Geschlechts Deutschland im Jahr 2018 (18,7 Prozent aller insoweit statistisch erfassten Fälle) stelle „Gewalt gegen Jungen und Männer … eine nicht zu vernachlässigende Größe“ dar (S.35).

Weiter heißt es: „Die Prozesse zur gemeinsamen Zielfindung und Maßnahmenplanung über die föderalen Ebenen und die Ressortgrenzen hinweg führen zu einer gemeinsamen Strategie zum Gewaltschutz.“

Diese Strategie wird für Jungen und Männer aktuell mit drei Projekten gefördert. „Zur Unterstützung der gewaltbetroffenen Jungen und Männer hat die bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz ihre Arbeit aufgenommen. Zudem wird durch das Bundesforum Männer eine Beratungslandkarte unter www.maennerberatungsnetz.de zur Verfügung gestellt, die bei der Suche nach Beratung und Unterstützung für Jungen, Männer und Väter hilft. Ein weiteres Projekt fördert die Weiterbildung von Männern zu Multiplikatoren mit Schwerpunkt männerfokussierte Beratung.“ (S.35).

Der Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung hat eine eigene Webseite und kann hier heruntergeladen werden.